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Hitzeschlacht durch den Schwarzwald

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Verfasst am 29. August 2011

Die diesjährige VAUDE MountainBIKE Trans Schwarzwald führte nach insgesamt 417 Kilometer und 9220 Höhenmeter von Pforzheim auf den Feldberg. Auch in diesem Jahr traten wieder Fahrer des Teams Cmtb zum fünftägigen Etappenrennen an. Während Simon Staufner seine erste Teilnahme bestritt, war Mario Waibel bereits zum dritten Mal von der Partie.

Mit unterschiedlichen Voraussetzungen und Ambitionen gingen die beiden Fahrer des Teams Cmtb in Pforzheim bei sonnig warmen Bedingungen an den Start. Für die beiden Cross Country Fahrer war das aus fünf Marathons bestehende Etappenrennen aufgrund der Anforderungen von vorne herein nicht unbedingt ein Heimspiel, jedoch hatte Mario Waibel in diesem Bereich bereits durchaus Erfahrungen vorzuweisen, während Simon Staufner komplettes Neuland betrat. Nichts desto trotz bot das Etappenrennen für die Teamfahrer auch in diesem Jahr zahlreiche Überraschungen. Insgesamt gingen über 550 Starterinnen und Starter ins Rennen, davon knapp 250 in der Kategorie „Single Men“.

Etappe #1 Pforzheim – Freudenstadt

Bereits auf der ersten Etappe waren über 80 Kilometer zu bewältigen, die der Tagessieger Hannes Genze vom Multivan Merida Biking Team in knapp drei Stunden absolvierte. Beide Teamfahrer konnten ihr Tempo nicht über die volle Distanz halten und hatten in der zweiten Rennhälfte mit Krämpfen zu tun. Die mangelnde Wettkampfhärte der beiden über eine lange Distanz zeigte sich deutlich und so erreichten Staufner und Waibel das Ziel mit über einer halben Stunde Rückstand auf dem 99. und 131. Platz.

Etappe #2 Freudenstadt – Wolfach

Auf der zweiten Etappe, die mit 66 Kilometern Länge auf eine kürzere Renndauer hoffen ließ, wollten die beiden Fahrer ihre Ergebnisse verbessern. Bei Mario Waibel, der erneut nicht ohne Krämpfe durchfahren konnte, zeigte sich bereits nach den ersten zwei Tagen, dass die Form nicht stimmte. „Ich merke, dass meine Verfassung in diesem Jahr nicht so gut ist. Meine Vorbereitung war in den letzen Jahren besser und der Kopf freier“, so der 22-jährige, der auf Rang 90 ins Ziel kam. Wesentlich besser lief es für Simon Staufner, der mit Platz 62 bereits durchaus zufrieden sein konnte.

Etappe #3 Wolfach – Donaueschingen

Teil drei des Etappenrennens führte über 88 Kilometer und 2000 Höhenmeter heraus aus dem Schwarzwald nach Donaueschingen. Mit einer Renndauer von knapp vier Stunden landete Simon Staufner erstmals unter den ersten fünfzig Fahrern. „Das war schon ganz ordentlich heute, auch wenn ich gegen Ende Federn lassen musste und mein Tempo nicht ganz halten konnte“, so der 20-jährige über seinen 48. Tagesrang. Mario Waibel ging die Etappe zunächst mit mäßigem Tempo an, um einem Einbruch und Krämpfen aus dem Weg zu gehen. In der Tageswertung erreichte der Student am Ende den 76. Rang.

Etappe #4 Donaueschingen – Murg

Für die Fahrerinnen und Fahrer stand an Tag vier die längste Etappe über eine Distanz von 118 Kilometern an. Das Thermometer kletterte derweil immer weiter und die 30 °C Marke war längst überschritten. Genügend Flüssigkeit an den Verpflegungsdepots zu ergattern wurde zu einem rennentscheidenden Element. Zu Beginn der Etappe konnte viel Windschatten gefahren werden und beide Teamfahrer waren darauf konzentriert, sich möglichst weit vorne einzureihen. Nach gut 50 Kilometern lagen beide Fahrer in derselben Verfolgergruppe auf aussichtsreichen Positionen, als ein Malheur das gesamte Feld für ca. 15 Minuten zum Stillstand zwang. Nach der ungewollten Pause wurde das Rennen für beide Fahrer, vor allem gegen Ende, noch einmal zäh und kräfteraubend. Nach 4:48 Stunden und 4:58 Stunden wiederholten Staufner und Waibel exakt ihre Platzierungen des Vortages.

Etappe #5 Murg – Feldberg

Das Finale der Trans Schwarzwald führte wie schon im Vorjahr hinauf auf die höchste Erhebung Baden-Württembergs. Über eine Distanz von 62 Kilometern waren noch einmal 2000 Höhenmeter zu bewältigen. Simon Staufner kam von Tag zu Tag besser in Fahrt und ging entsprechend motiviert auch die letzte Etappe schnell an. Mit letzter Kraft erkämpfe er sich bei der Ankunft auf dem Feldberg eine Zeit von knapp unter 3 Stunden. Mit Tagesrang 35 konnte er zum Abschluss sein bestes Einzelresultat einfahren, welches ihn in der Gesamtwertung auf Endposition 51 vorschob. „Nach gut 1:30 h Renndauer hatte ich auch heute etwas Probleme mit dem hohen Tempo, dennoch kann ich mit meinem Resultat sehr zufrieden sein und bin froh, dass wir als Cross-Country Fahrer die Trans Schwarzwald unbeschadet und ohne größere Defekte überstanden haben“, so Staufner, der bei seinem ersten Etappenrennen schlussendlich eine überraschend starke Leistung zeigte. Mit Tagesplatz 74 konnte Mario Waibel am Abschlusstag ebenfalls sein bestes Resultat erzielen, blieb jedoch insgesamt hinter seinen Erwartungen zurück. „Leistungstechnisch habe ich mir trotz der Umstände etwas mehr ausgerechnet. Trotzdem hat es mir auch in diesem Jahr viel Spaß gemacht. So ein Etappenrennen ist immer etwas Besonderes und ich bin froh, dabei gewesen zu sein“, so der Schwäbisch Gmünder, der in der Gesamtwertung auf Platz 79 landete. „Besonderer Dank gebührt den beiden Trans Schwarzwald-Betreuern Michael Finder und Joseph Kuhn, die mit ihrer Arbeit für erstklassige Rahmenbedingungen gesorgt haben“, so waren sich beide Teamfahrer einig.

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Közle verlässt das Team

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Verfasst am 25. August 2011

Knapp fünf Jahre nach der Entstehung des Christlichen Mountainbiketeams hat Teamgründer, Fahrer und Teamleiter Johannes Közle sein Engagement im schwäbischen Rennteam zum 15. August beendet. Der 22-jährige hat das Team somit auf eigenen Wunsch noch vor Saisonende verlassen.

Seit der Gründung des außergewöhnlichen Projekts „Christliches Mountainbiketeam“ im Herbst 2006 war der Name Johannes Közle fest mit dem jungen Rennstall verbunden. Der Schwabe war es selbst, der das Team als damals 17-jähriger initiierte und sich in der Verantwortung für die meist sieben- bis neunköpfige Truppe sah. Als Teamleiter und gleichzeitiger Leistungsträger im sportlichen Bereich hatte Közle viele Jahre eine schwergewichtige Doppelfunktion und war eine der tragenden Säulen, die die Equipe maßgeblich prägte. Diese Ära geht nun, für viele relativ unerwartet, zu Ende.

Verschiedenartige Hintergründe

Für Közle gab es nach eigenen Angaben verschiedenartige Gründe, die für einen Ausstieg beim Team Cmtb sprachen. Die Verantwortung über das Team hat er nun vorläufig an Mario Waibel abgegeben. Seit Mitte des Jahres laboriert der 22-jährige zudem zusätzlich an einer komplizierten und langwierigen Knieverletzung, die ihn nun zu einer Karrierepause zwingt. „Gleichzeitig zwei Komponenten meines Lebens loszulassen, das war und ist ein großer Schritt für mich“, so der Zivildienstleistende.

Tragende Säule im Team

Zu den größten sportlichen Erfolgen Közles im Dienste des Teams Cmtb zählen der Gewinn des Baden-Württembergischen Meistertitels im Vorjahr, sowie weitere Siege, beispielsweise des Aufstiegsbundesligarennens in Bad Salzdetfurth 2008. Saison für Saison war der großgewachsene U23-Fahrer der wichtigste Garant für sportliche Erfolge bei den Schwaben. In Zukunft möchte sich der 22-jährige neuen Herausforderungen stellen, sich zunächst aber Zeit für eine Neuorientierung geben.

Das Christliche Mountainbiketeam bedankt sich bei Johannes für seine aufopfernde Arbeit in all den Jahren und wünscht ihm für seinen weiteren Lebensweg alles Gute.

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Workshop beim Seehaus Leonberg

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Verfasst am 3. August 2011

Eine ganz besondere Einladung nahm das Christliche Mountainbiketeam vor kurzem im Landkreis Böblingen an. Die Teamfahrer Simon Staufner und Mario Waibel waren zusammen mit Betreuer Michael Finder zu Gast beim Seehaus Leonberg und führten zusammen mit 17 jungen Menschen einen Workshop durch.

Das Seehaus Leonberg ist eine Einrichtung des Projekts Chance bei dem Jugendstrafvollzug in der freien Form umgesetzt wird. Aus verschiedensten Jugendstrafvollzugsanstalten in ganz Baden-Württemberg können sich Häftlinge für einen Platz im Seehaus bewerben. Den letzten Teil ihrer Haftstrafe verbringen die jungen Erwachsenen dann im Seehaus, wo sie mit Mitarbeitern familienähnlich zusammen leben, eine Ausbildung oder Schule bestreiten und durch weitere Trainingsprogramme auf das anschließende Leben vorbereitet werden.

Technik und Aktion

Die 17 Jungs im Alter zwischen 18 und 22 Jahren starteten am Samstagmorgen nach einem ersten Kennenlernen zunächst mit einem Technikworkshop der von Betreuer Michael Finder durchgeführt wurde. Nachdem das grundlegende Know-how zum Thema Wartung und Pflege von Mountainbikes vermittelt wurde, konnten sich die Teilnehmer bei einem Reifenwechsel-Wettbewerb messen. Direkt im Anschluss schwang sich die gesamte Truppe zusammen mit Mitarbeiterin Annette Lotz auf die Fahrräder. Die Tatsache, dass die Gefährte nur zum Teil geländetauglich waren, hinderte keinen daran beim Slalom und den verschiedenen anderen Fahrtechnikübungen Spaß zu haben. Eine etwa einstündige Ausfahrt rundete den Vormittag ab.

Positiv überrascht

Beim abschließenden Mittagessen hatten Teammitglieder, Mitarbeiter und  Insassen die Möglichkeit ausführlicher ins Gespräch zu kommen. Fast schon verblüfft waren die Teammitglieder über die Offenheit und das Interesse der Jungs im Gesamten. “Es war eine klasse Erfahrung hier gewesen zu sein und es hat sehr viel Freude gemacht mit den Jungs Zeit zu verbringen”, so Teamfahrer Simon Staufner. Im Allgemeinen waren die Teammitglieder positiv überrascht vom Umgang im Seehaus und davon, dass die jungen Erwachsenen durch das besondere Konzept, welches bewusst christliche Werte integriert, eine ausgeprägte Zielstrebigkeit hinsichtlich ihres bevorstehenden Lebens in Freiheit entwickelt haben.

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